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BVG - Betriebliche Altersvorsorge -
Stand 1.1.2007 |
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Versicherte
Personen
Arbeitnehmer, die einen Jahreslohn von mehr
als Fr. 19'890.-- (Eintrittsschwelle) beziehen, unterstehen der
obligatorischen Versicherung ab 1. Januar nach Vollendung des 17.
Altersjahres für die Risiken Tod und Invalidität, ab 1. Januar nach
Vollendung des 24. Altersjahres auch für das Alterssparen. Ist der
Arbeitnehmer weniger als ein Jahr lang bei einem Arbeitgeber
beschäftigt, so gilt als Jahreslohn der Lohn, den er bei ganzjähriger
Beschäftigung erzielen würde. |
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Versicherter
(koordinierter) Jahreslohn
Versichert ist der Teil des Jahreslohnes
zwischen Fr. 23'205.-- und Fr. 79'560.--. Dieser Teil wird koordinierter
Lohn genannt. Beträgt der koordinierte Lohn weniger als Fr. 3'315.-- im
Jahr, so muss er auf diesen Betrag aufgerundet werden. Anders
ausgedrückt heisst es, dass für Personen mit einem Jahreslohn zwischen CHF
19'890.- und CHF 26'520.- ein BVG-Lohn von CHF 3'315.- versichert wird. |
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Altersgutschriften |
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7% |
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10% |
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15% |
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18% |
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Alter |
25-34 |
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35-44 |
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45-54 |
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55-65/64 |
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Altersgutschriften z.B. 10% im Alter 35-44
des versicherten Lohnes |
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Altersguthaben
(= Altersgutschrift aus Beiträgen + Zins)
Das Altersguthaben ist die Summe der
jährlichen Altersgutschriften, der Zinsen ( Mindestzinssatz 2.5% - Stand
2007) und der eingebrachten Einlagen ( z.B. Freizügigkeitsleistung). Das
Altersguthaben dient als Grundlage für die Berechnung der Altersrente einer
versicherten Person in der obligatorischen beruflichen Vorsorge.
Massgebend ist der Umwandlungssatz für die Höhe der Rente im Zeitpunkt
des Beginns der Rentenzahlung. Das Altersguthaben dient ebenfalls zur
Berechnung allfälliger Risikoleistungen, wie weiter unten beschrieben.
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Versicherter Jahreslohn |
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20'440 |
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79'560.- |
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56'355 |
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56'355 |
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| koordinierter
Lohn |
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| =
BVG-Lohn |
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| =
versicherter Lohn |
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26'795 |
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23'205.- |
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3'315* |
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Lohnanteil unter dem
Koordinationsabzug |
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3'315* |
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19'890 |
23'205 |
23205 |
23'205 |
23'205 |
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| AHV-Lohn
in CHF |
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23'205 |
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26'520 |
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50'000 |
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79'560 |
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100'000 |
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*) Minimal
versicherter BVG-Lohn: 1/8 von CHF 26'520.- = CHF 3'315.- |
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Beginn und
Ende der obligatorischen Versicherung
Die obligatorische Versicherung beginnt mit
dem Antritt des Arbeitsverhältnisses. Die Versicherungspflicht endet:
- wenn das ordentliche Rentenalter erreicht ist,
- wenn das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird,
- wenn der Mindestlohn von Fr. 19'890.-- unterschritten
wird.
Für die Risiken Tod und Invalidität bleibt der Arbeitnehmer während
eines Monats nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses bei der
bisherigen Pensionskasse versichert, sofern kein Eintritt in eine neue
Vorsorgeeinrichtung erfolgt. |
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2. Säule - Die obligatorische berufliche
Vorsorge - |
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Informationen über das BVG in einer Broschüre
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Download als .pdf-file
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Altersleistungen
Ab dem 25. Altersjahr wird das Altersguthaben
mit Altersgutschriften aufgebaut. Deren Höhe ist vom koordinierten Lohn
abhängig. Die Gutschriften steigen mit zunehmendem Alter stufenweise
an. Das Altersguthaben wird verzinst. Bei Erreichen des Schlussalters
kann die versicherte Person zwischen folgenden Auszahlungsarten
entscheiden:
- Lebenslängliche Rente
- Kapitalbezug
- Freie Aufteilung zwischen Kapitalbezug und Rente |
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Schrittweise Senkung des Rentenumwandlungssatzes |
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Vernehmlassung
(Vorschlag Bundesrat) |
Jahr |
Geltendes Recht
(1. BVG-Revision) |
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Männer |
Frauen |
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Männer |
Frauen |
| 7.10% |
7.20% |
2006 |
7.10% |
7.20% |
| 7.10% |
7.15% |
2007 |
7.10% |
7.15% |
| 6.90% |
6.90% |
2008 |
7.05% |
7.10% |
| 6.75% |
1) |
2009 |
7.05% |
7.00% |
| 6.55% |
6.65% |
2010 |
7.00% |
6.95% |
| 6.40% |
6.40% |
2011 |
6.95% |
6.90% |
| 2) |
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2012 |
6.90% |
6.85% |
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2013 |
6.85% |
6.80% |
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2014 |
6.80% |
6.80% |
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1) Annahme, das
ordentliche Frauenrentenalter wird auf 65 Jahre erhöht, wodurch keine
"Neurenten" fällig werden. |
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2)Die Sozialkommission des Ständerates beantragt, den Abbau des
Umwandlungssatzes im Jahr 2008 erst später, und zwar im Jahr 2009 von 6.9%
und dann in Etappen auf 6.4% im Jahr 2014 zu beginnen. |
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Ordentliches
Rentenalter
Der Anspruch auf Altersleistungen entsteht mit
Erreichen des 64. Altersjahres bei Frauen und mit dem 65. Altersjahr bei
Männern. |
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Vorzeitige
Pensionierung
Eine vorzeitige Pensionierung ist frühestens
mit Erreichen des 59. Altersjahres bei Frauen und mit dem 60. Altersjahr
bei Männern möglich. |
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Risikoleistungen
(ab 1. Januar nach Vollendung des 17.
Altersjahres)
Im Todesfall
Ehegattenrente
Der überlebende Ehegatte einer versicherten
Person oder eines Rentners hat Anspruch auf eine Ehegattenrente. Stirbt
die versicherte Person vor Erreichen des ordentlichen Rücktrittsalters,
kann der überlebende Ehegatte anstelle der Ehegattenrente eine
Kapitalabfindung beziehen.
Todesfallkapital
Das Todesfallkapital wird fällig, wenn die versicherte Person vor
Erreichen des Rücktrittsalters stirbt und die Kasse keine
Ehegattenrente auszurichten hat. Dieses Kapital entspricht dem im
Zeitpunkt des Todes vorhandenen Altersguthabens.
Waisenrente
Bei Tod einer versicherten Person wird für jedes Kind eine
Waisenrente ausbezahlt, sofern es noch in der Ausbildung und nicht
älter als 25 Jahres ist.
Bei teilweiser oder voller
Erwerbsunfähigkeit
Invalidenrente
Eine Invalidität liegt vor, wenn die
versicherte Person durch ärztlichen Befund objektiv nachweisbar wegen
Krankheit oder unabsichtlicher Körperverletzung ganz oder teilweise
ihren Beruf oder eine andere ihrer Lebensstellung, ihren Kenntnissen und
Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben kann,
d.h. im Sinne der eidg. IV invalid ist.
Invalidenkinderrente
Bezüger einer Invalidenrente haben für jedes Kind, das im Fall
ihres Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf eine
Invalidenkinderrente.
Beitragsbefreiung
Bei Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall tritt nach
einer Wartefrist von 90 Tagen die Befreiung der Arbeitgeber- und
Arbeitnehmerbeiträge ein.
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Versicherungsausweis
Der persönliche Versicherungsausweis gibt
detailliert und abschliessend Auskunft über die Art und Höhe der
versicherten Leistungen, der Beiträge und des Altersguthabens am Ende
des Vorjahres. |
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Beiträge
Die Beiträge setzen sich wie folgt zusammen:
- Altersgutschriften aufgrund des Alters der versicherten
Person
- Risikoprämien für die Leistungen bei Tod und
Invalidität aufgrund der entsprechenden Tarife
- Kosten für den Sicherheitsfonds
- Verwaltungskosten
An die gesamten Beiträge hat der Arbeitgeber mindestens die Hälfte zu
entrichten. |
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Einkaufssummen
Zur Verbesserung der Altersleistungen können
sich Versicherte zusätzlich einkaufen. Ein Einkauf ist jedoch nur bis
drei Jahre vor der Pensionierung und ab 1.1.2006 nur dann möglich, wenn
allfällige Vorbezüge für Wohneigentum vollständig zurückbezahlt
worden sind. |
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Wohneigentumsförderung
Ein Vorbezug oder eine Verpfändung für
Wohneigentum zu Eigenbedarf ist möglich. Massgebend sind die
gesetzlichen Bestimmungen und das Reglement über die
Wohneigentumsförderung. |
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Abtretung und
Verpfändung
Mit Ausnahme für die Wohneigentumsförderung,
kann der Leistungsanspruch vor Fälligkeit weder verpfändet noch
abgetreten werden. |
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Beendigung
des Arbeitsverhältnisses
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die das
Arbeitsverhältnis beenden, ohne dass Versicherungsleistungen fällig
werden, haben Anspruch auf eine Freizügigkeitsleistung in der Höhe des
vorhandenen Altersguthabens. Die Überweisung dieser Leistung erfolgt an
die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers. Ist die neue
Vorsorgeeinrichtung nicht bekannt, erfolgt - nach Ablauf von sechs
Monaten ab Abrechnungsdatum - die Weiterleitung an die Stiftung
Auffangeinrichtung.
Die austretende Person kann in
folgenden Fällen eine Barauszahlung verlangen:
- bei definitivem Verlassen der Schweiz
- bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
- wenn die Austrittsleistung weniger als ein Jahresbeitrag
beträgt
Bei Barauszahlungen haben leidige,
geschiedene und verwitwete Personen eine amtliche Bestätigung des
Zivilstandes vorzulegen. Bei Verheirateten bedarf es der Unterschrift
des Ehegatten. Unterschriften müssen amtlich beglaubigt sein.
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Weitergehende
Vorsorge
Eine Firma kann höhere, als die im BVG
vorgeschriebenen, Leistungen festlegen. Damit lassen sich
Vorsorgelücken vermeiden - speziell bei Personen mit höheren
Einkommen. |
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Vorsorge und
Steuern
Die Beiträge für die berufliche Vorsorge
sind - wie die AHV-Beiträge - steuerlich abzugsfähig. |
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"Es ist
nie zu früh, an später zu denken" |
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